Warum Feminismus wichtig ist!

Aktuell läuft häufiger dieser Artikel durch meine Timeline. Auch aus meiner Familie habe ich den schon zugeschickt bekommen als Beweis dafür, dass Feminismus unnütz sei und dass ja selbst Frauen Feminismus blöd finden würden. Ich habe dazu mal einige Statistiken und Artikel rausgesucht:

Frauenanteil in den Vorständen von DAX-Unternehmen: 5,5%. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Frauen_in_den_Vorst%C3%A4nden_der_DAX-Unternehmen
Frauenanteil im Bundestag: 36,1% https://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/mdb_zahlen/frauen_maenner/260128
Und der wäre ohne Linke und Grüne noch niedriger.

Frauen machen im Schnitt das schlechtere Examen: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/jura-examen-frauen-und-auslaender-schneiden-schlechter-ab-a-963081.html Insbesondere(!) in der mündlichen Prüfung.

Frauen wird es sehr schwer gemacht akademische Berufe zu ergreifen: http://www.lto.de/recht/job-karriere/j/frauen-karriere-jura-professorin-uni/

Ich glaube alleine das sollte ausreichen um zu zeigen, warum es immer noch und gerade heute Femismusmus und Feminist*innen braucht. Natürlich könnt ihr das anders sehen. Aber Feminist*innen lächerlich zu machen ist einfach uncool. Alleine aus diesem Grund (der Artikel strotzt ja geradzu vor „ad hominem“) ist er abzulehnen. Doch natürlich wird dieser Artikel, wie immer, viel weiter verbreitet als die Repliken. Ach Internet… es ist noch ein weiter, weiter Weg.

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3 Kommentare.

  1. Es ist richtig, dass in diesen Punkten die Fakten scheinbar eine Diskriminierung zeigen – aber man muss sich auch mal über die Gründe klar werden:

    1. Männer haben „Karrieredruck“, der viel höher ist als bei Frauen. Männer müssen in unserer Gesellschaft erfolgreich sein(Klischee: Um Statussymbole und Frauen zu kriegen), das schürt Ehrgeiz und Ellbogenmentalität.
    2. Eine Frau, die ihren Traum verwirklicht und lieber Nageldesignerin/Frisöse/Hebamme wird, hat damit gesellschaftlich keine Probleme. Ein Mann, der dies tut, würde kritisch angesehen werden und auch bei normalem Lebenslauf als Versager gelten. Deshalb würde ein Mann auch in solchen Berufen tendenziell eine Führungsposition anstreben.
    3. Männer lieben den Wettbewerb, zweiter zu werden kommt für Männer nicht in Frage, während Frauen auch schonmal nach dem Motto leben „Dabeisein ist alles“. Bei den deutschen Frisör-Meisterschaften räumen z.B. Männer genausoviele Preise ab wie Frauen, obwohl sie in diesem Beruf meist unterdurchschnittlich vertreten sind.

    Warum ist das so? Die Evolution hat uns Männern Dinge mit auf den Weg gegeben wie „Nur die Starken kriegen die guten Weibchen“ und viele andere Dinge.

    Ich glaube (und das ist mein Fazit), dass sich nicht die Männer ändern müssen, sondern die Frauen! Liebe Frauen: 1. Dabeisein ist NICHT alles! 2. Ein Job muss keinen Spaß machen, sondern Geld bringen. 3. Zeigt eurem Arbeitgeber, dass ihr BESSER seid als eure männlichen Kollegen, dann werdet ihr auch besser bezahlt.

  2. aberaber…was ist mit den Scheißjobs? Warum brauchen wir dafür keine Quote?

  3. Herbert Eisenbeiß

    Der staatlich verordnete Trickle-Down-Feminismus funktioniert nicht, seht es bitte mal so langsam ein.

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