Author Archives: Johannes Rehborn

Gespräche mit der 2 Jahren alten Tochter

Und wenn wir schon bei Netzkultur sind: Dieses Video sollte man auch gesehen haben. Ganz, ganz großartig. <3 Netzkultur

(via incredibul)

Sollte man gesehen haben: Philipp Rösler Worshipping Evil

Wieder ein tolles Beispiel für Netzkultur: Philipp Roesler Worshipping Evil.

Am schönstigen finde ich ja Burns. Der trägt gleich auch die Farbe der FDP ;-) .

(via sixtus)

Aus aktuellem Anlass: Petition zur Netzneutralität

Aus aktullem Anlass verlinkte ich auch mal wieder eine Petition, auch wenn ich das Mittel generell für nicht sonderlich geeignet halte. Aber für Netzneutralität sollte man wirklich über sämtliche verfügbaren Kanäle werben.

Deshalb wäre es wirklich toll, wenn ihr diese Petition mitzeichnet. Mehr Hintergründe zur Netzneutralität gibt es auf echtesnetz.de.

Netz 1 – Drosselkom 0

Ich denke zur Drosselkom ist nun wirklich alles schon gesagt worden. Dass 75 GB/Monat absolut indiskutabel sind ist wohl auch klar. Sehr schön ist aber, wie das Netz die Propaganda der Telekom auseinander nimmt.

Hier das originale Bild der Telekom:

Und hier die Antwort aus dem Netz:

(via unixtipse)

Und weil es so gut zur FDP passt…

… heute auch noch ein nettes Bild :-) .

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Vielen Dank an Claudius Holler für das Bild.

Die FDP und die merkwürdige Wahrnehmung der eigenen Arbeit.

Also wenn ich mir dieses Photo der FDP angucke stellen sich mir ja schon einige Fragen:

Dr. Katharina Husmann

(Bild: CC-Lizenz: by-nc-nd Lizenzinhaber: Liberale) Weiterlesen »

NSU-Prozess: Die Brigitte ist dabei. Und das ist gut so.

Der NSU-Prozess wird bereits jetzt in die Geschichte eingehen. Zumindest Jurastudent*innen werden künftig in Grundrechtsvorlesungen von ihm hören. Und auch in juristischen Skripten wird er die nächsten 10-20 Jahre sicherlich als Präzedenzentscheidung für die Vergabe von Presseplätzen in Gerichtsprozessen genannt werden.

Nun wurden also sämtliche Plätze für die Presse neu verteilt. Und das, obwohl dies nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts überhaupt nicht notwendig war. Die Verlosung war sicherlich das einfachste und gerichtssicherste Verfahren. Aber war es auch das gerechteste? Das kann man jedenfalls anzweifeln. Während die TAZ und die Süddeutsche Zeitung nicht berücksichtigt wurden, obwohl sie bislang am meisten über den Nationalsozialistischen Untergrund berichtet haben, werden Medien wie die Oberhessische Presse Marburg, die Allgäuer Zeitung und natürlich die Brigitte berücksichtigt. Ausgerechnet die Brigitte. Die Personifikation der deutschen Frauenmagazine. Der Shitstorm, der über der Brigitte niederging war durchaus beachtlich.

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Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung – umsetzen oder ignorieren?

Die Vorratsdatenspeicherung im Jahr 2013. 7 Jahre nach Erlass der Richtlinie durch die europäische Kommission hat sich immer noch nicht viel getan. Zum Glück. Und doch wird der Zeitpunkt kommen, wo Deutschland Farbe bekennen muss. Und das wird wahrscheinlich aus Europarechtlicher, oder aus Netzpolitischer Sicht durchaus Problematisch werden.

Das Vertragsverletzungsverfahren, das die europäische Kommission eingeleitet hat wird wohl in nicht allzulanger Zeit zu einem Ergebnis kommen. Bestenfalls wird dieses Ergebnis natürlich lauten, dass die Richtlinie aufgehoben wird, da sie gegen Primärrecht der EU verstößt. Sollte der EUGH dies jedoch anders sehen und Deutschland verurteilen gibt es zwei Möglichkeiten darauf zu reagieren. Weiterlesen »

#Aufschrei – Alltagssexismus am Pranger

Seit heute Nacht trendet ein Hashtag, der den Alltagssexismus in Deutschland anprangert. Unter dem Hashtag #aufschrei tauschen sich hauptsächlich Frauen über sexistisches Verhalten in ihrer Umwelt aus. Ihren Anfang hatte diese Diskussion bei diesem Tweet von Marthadaer, aus dem in kürzester Zeit eine der beeindruckensten Debatten entstanden ist, die ich bisher bei Twitter mitbekommen habe.

Ihren Ursprung hat die Diskussion über Alltagssexismus in einem Artikel von Anne Meiritz im Spiegel, der den sexistischen Umgang einiger Mitglieder der Piratenpartei mit Journalisten zum Thema hatte. Weiter ging es im Stern, wo Franziska Reich und (das wird in der Diskussion gerne vergessen) Andreas Hoidn-Borchers den alltäglichen Sexismus innerhalb der Politik am Beispiel von Brüderle problematisiert haben.

Doch nicht nur in den großen Medien wurde dieses Thema aufgegriffen. Auch die Bloggosphäre hat sich des Themas glücklicherweise angenommen. Als Beispiel sollte man da diesen Artikel des neugestarteten Blogs kleinerdrei.org und diesen Artikel von Mina lesen. Beispiele aus dem Alltag von Frauen.

Aber natürlich kam es wie es kommen musste. Die Maskulinisten übernahmen das Thema. Auf einmal war von Kollektivschuld die Rede. Davon, dass die “bösen” Feminazis wieder die armen Männer fertig machen wollten. Zum Glück waren diese Männer in der Minderheit, aber es gab sie trotzdem.

Auch ich kam kurz ins Grübeln. Wie oft in Feministischen Diskussionen muss man sich überlegen, ob das wirklich ein Geschlechterproblem ist, über das man hier reder oder ein Problem, das auch Männer betrifft. Die Antwort auf diese Frage ist hier nicht so einfach. Natürlich gibt es es sowohl sexistische Kommentare von Frauen an Frauen wie auch sexististisches Handeln von Frauen gegenüber Männern.

Und trotzdem halte ich Alltagssexismus für eine klassische Geschlechterfrage, bei der man oft merkt, dass die Tage des Patriachats doch noch nicht gezählt sind. Ich bin 27 Jahre alt. Ichbin in dutzenden von Discos gewesen, habe extrem viel Leute kennengelernt, war auf Festivals, Bällen und auf diversen anderen Veranstaltungen. Und doch habe ich nie mitbekommen, dass ich explizit sexistisch behandelt wurde. Keine Menschen, die mir zu Nahe gerückt sind, keine griffe an meinen Po und keine Menschen, die mich nur als Sexobjekt behandelt haben.

Wenn ich mit den Frauen aus meinem Freundeskreis rede nun… dann ist das Bild ein extrem anderes.

Da ist die Frau, die mit 13 Jahren von ihrem ersten Freund vergewaltigt wurde, nachdem sie ihn gesagt hat, dass sie 2 Wochen Beziehung zu früh für Sex findet.

Da ist die Frau, der von ihrem Arbeitgeber 2 Wochen nach der Einstellung eine Gehaltserhöhung angeboten wurde. Voraussetzung: Sie schläft mit ihm.

Da ist die Frau, die mit 16 von Jungen so betrunken gemacht wurde, dass sie sich bis heute nicht daran erinnern kann, was damals passiert ist. Ihre Eltern haben ihren Hilferuf ignoriert. O-ton:”Was trinkst du auch so viel? Bist ja selbst Schuld”

Da ist die Frau, die mit 16 von ihrem Freund betrunken gemacht wurde und dann vergewaltigt wurde. Was machen ihre Eltern? Laden ihren ganzen Freundeskreis ein und erzählen alles. Im Detail. Bewertung:”Da seht ihr mit was für einem Flittchen ihr befreundet seid”.

Da ist die Frau, die 10 Jahre lang von ihrem Vater und ihrem Großvater vergewaltigt wurde. Das Jugendamt schickt sie immer wieder zurück. Selbstmordversuche? Liegen nur an depressiver Veranlagung.

Da ist die Frau, die 2 Jahre lang mit ihrem Freund schläft obwohl sie sich vor ihm ekelt, da er nur einmal die Woche duscht. Aber es “gehört ja dazu”.

Diese Liste könnte ewig so weiter gehen. Je mehr ich darüber nachdenke desto mehr Beispiele fallen mir ein. Alle liebe Männer. Beschwer euch nicht über Kollektivschuld. Denkt darüber nach ob ihr was falsch gemacht habt. Wenn dem so ist, dann ändert was. Wenn dem nicht so ist dann haltet einfach eure Klappe oder unterstützt Frauen in ihrem Kampf gegen Alltagssexismus. Denn das was nicht sein soll ändert sich nur, wenn sich alle ändern. Mit Courage wenn sie notwendig ist. Und mit Zurückhaltung wenn ihr nicht erwünscht seid. Aber nicht mit beleidigten Kommentaren und kindischen Verhalten. So zeigt ihr nur, dass die Aufschrei berechtigt ist. Auch euch gegenüber.

IRON Ribbon – gegen Diskriminierung in der Gamerszene

  • I believe gaming is for everyone.
  • I believe trash talk & overt trolling using gender / race / sexuality / disability is a form of verbal assault and harassment.
  • I believe the gaming community can take a stand on this form of abuse.
  • I believe those who cause harm to others are accountable.
  • I will not stay silent when observing abuse against my fellow gamers.
  • I will not cause harm to others myself.

Auf die Initiative bin ich von Ricarda über Elvun-Gaming hingewiesen worden. Vielen Dank dafür!

Wenn ihr diese Initiative ebenfalls unterstützen wollt, könnt ihr euch unter http://www.ironribbon.org.au/ ebenfalls anmelden.